Interview zum Thema: MVA Ingolstadt Rostumbau

Gesprächspartner: Christoph Gebhardt / Beat Käser 

Bei unserem neuen Kunden in Ingolstadt haben wir den bestehenden Martin Rost umgebaut. Mehr über die Lieferung und Montage der Rostunterkonstruktion sowie unsere Eigenentwicklung spezieller Roststäbe im Interview.

Die eingesetzten Roststäbe sind eine Eigenentwicklung der MGG, richtig?

Das ist richtig, es handelt sich um eine Eigenentwicklung der MGG.

  • Reduktion der jährlichen Instandhaltungskosten (Komplettrevision nur noch jede 2. Revision, geringere Ersatzteilkosten)
  • Kürzere Stillstandszeiten
  • Einfacher und schneller Austausch der Verschleissteile
  • Investition nicht teurer als Nachbau oder Sanierung der Originalkonstruktion
  • Kleineres Ausfallrisiko wegen Verklemmung oder Verschmutzung
  • Gewähr für lange Lebensdauer durch Einsatz optimaler Werkstoffe in Verbindung mit durchdachtem Design
  • Einfache Lagerbewirtschaftung (z.B. von 8 verschiedenen Roststäben auf nur 1 Roststab)
  • Passend auf alle Martin Rückschubroste

Durch die optimierte Rostkonstruktion reduzieren sich die Kosten für die Rostrevision um ca. 20% (Material und Arbeit), verglichen mit herkömmlichen Rostkonstruktionen.
Folgende zukünftige Revisionsintervalle sind vorgesehen:

  • 1. Jahr: kleine Rostrevision
  • 2. Jahr: normale Rostrevision
  • 3. Jahr: kleine Rostrevision
  • 4. Jahr: normale Rostrevision
  • 5. Jahr: kleine Rostrevision

Durch welche Massnahmen sollen diese Ziele erreicht werden?

Durch eine gezielte Materialwahl bei den Trag-/Seitenplatten wird verhindert, dass es zum Bruch der Anpressplatten im normalen Betrieb kommt. Des Weiteren zeichnen sich die neuen Platten durch hohe Temperatur- und Verschleissfestigkeit aus.

(hitzebeständiger Stahl, welcher sich durch die Eigenschaft einer verschleissfesten Oberfläche bei zähhartem Kern auszeichnet)

Die Deckplatten sind aus hitzebeständigem Stahl mit hoher Festigkeit bei starker mechanischer Beanspruchung gefertigt. Diese Massnahme verringert den mechanischen und thermischen Verschleiss.

Die neue Konstruktion ist so ausgelegt und gefertigt, dass sie auch erhöhte Horizontalbelastungen aushält, ohne verbogen resp. beschädigt zu werden. Solche Belastungen treten primär bei Funktionsstörungen des Rostbelages auf, hervorgerufen durch erhöhten Druck des Rostbelags auf die Seitenplatten.

Die Roststäbe sind aus warmfestem, hitzebeständigem Stahlguss gefertigt. Diese Massnahme verringert den Verschleiss und den Ausbrand.

(Der Werkstoff zeichnet sich durch hohe Festigkeit bei hohen Temperaturen aus)

Nur noch 1 Typ Roststab (MGG Roststab „OPTIMA“ 200 mm)  

An den Seitenplatten des Mittellängsrahmen werden Niederhalter montiert. Dies verhindert, dass sich die Rostreihen aufstellen können. Die Roststäbe sind untereinander verschraubt – dies reduziert die Gefahr von Verklemmungen und den Rostdurchfall.

Die Rückplatte der Spannfeder der bestehenden Konstruktion neigt dazu, sich bei erhöhtem Druck zu verbiegen. Deshalb sind alle neuen Rückplatten verstärkt ausgeführt.

Es werden hochwertige, für den jeweiligen Einsatzort optimale, Werkstoffe verwendet, wodurch eine erhöhte Lebensdauer zu erwarten ist.

Kommt es dabei zu Veränderungen des Luftprofils?

Mit dem Umbau verändern wir das Luftprofil für die Verbrennung nicht. Durch die verschraubten Blöcke und mit den Niederhaltern verhindern wir zukünftig den unkontrollierten Luftaustritt in den Stufen.

  • Komplettes Engineering für den Umbau
  • Demontage des kompletten Rostbelags
  • Demontage der 2 bestehenden Mittellängsrahmen
  • Demontage der Andrückplatten des linken und rechten Seitenlängsrahmen


  • Lieferung eines komplett neuen Rostbelags inkl. Vorroststufe mit dem neuen „MGG Optima 200 mm“ Roststab
  • Lieferung neuer Stufenrahmenprofile für feste und bewegliche Stufen
  • Lieferung von 2 neuen verstärkten Mittellängsrahmen inkl. Deckplatten, Trag-/Seitenplatten
  • Lieferung von neuen MGG Andrückvorrichtungen mit verstärkten Platten
  • Lieferung von neuen Andrückplatten für rechten festen Seitenbalken


  • Umbau Softfeeding auf Vorroststufe mit Abwurfkante
  • Montage der neuen Mittellängsrahmen
  • Montage des neuen Rostbelags mit dem neuen „MGG Optima 200 mm“ Roststab
  • Umbau des Seitenlängsrahmen mit neuen MGG Andrückvorrichtungen
  • Neubelegung der Seitenlängsrahmen mit neuen Andrückplatten
  • Revisionsarbeiten am Rostantrieb und Rostdurchfalltrichter
  • Montage neuer MGG Stufenrahmenprofile
  • Montage Niederhalter
  • weitere Revisionsarbeiten an der Schurre, Beschickung, Rostunterkonstruktion, Rostdurchfall, Blasleitung, Ascheklappen, Primärluft, Sekundärluft / Rezi, Schlackenwalze, Schlackenschacht, Trichter und Entschlacker
  • Inbetriebnahme / Probelauf
  • Dokumentation

Wie lange wird der Umbau des Rostsystems dauern?

14 Tage (Tag- und Nachtschicht inkl. Samstag und Sonntag)

Auf welche Erfahrungswerte kann MGG hierbei zurückgreifen?

Auf die Zugehörigkeit von langjährigen Mitarbeitern und deren Erfahrungen im Rostbau, sowie auf das Wissen des Geschäftsführers, welcher lange Jahre für ein Unternehmen Rostanlagen in Betrieb genommen hat und somit über entsprechende Erfahrung verfügt.